Mittwoch, 31. Juli 2013

Internationale "Latinotanzaerobic"

Oder in Kurzform: "Zumba".

Vor knapp circa 20 Jahren in Kolumbien geboren, vor 12 Jahren als offizielle Marke eingeführt und nun in den Tanz- und Fitnessstudios der ganzen Welt zu Hause. Der Wahnsinn. In mehrerlei Hinsicht.

Aerobic meets Tanz. Ohne feste Regeln. Nur Musik, Spaß und Schweiß. Das begeistert. 

Zumba Flashmob in Berlin
Knallbunte Frauen (und auch Männer), klimpernd und Neonfarben-dominiert erobern die Städte, für Zumbathons, Masterclasses oder einfach nur den abendlichen Kurs in der lokalen Muckibude. 

Wenn die Salsa-Stunden zu langweilig geworden sind oder der Lieblings-Tanzpartner die Kurve gekratzt hat... ich kann euch sagen: Es gibt Ersatz! Raus aus den Ballerinas, rein in die Jogginghose und das grellste Shirt aus dem Schrank bitte noch dazu holen. Eine Stunde abzappeln mit Freunden, zu meist lateinamerikanischen Tänzen oder speziell angepassten Chart-Hits. Für jeden sollte etwas dabei sein.

Ich halte mich noch wacker, bin noch Zumba-Jungfrau, trotz mehrfachem Anschauungsunterricht. Aber Joggen und Co. frisst halt auch Zeit. Aber wer dann einmal mit dem Sport, der sich anhört wie der kleine Bruder von Balu im Dschungelbuch, angefreundet hat, dem ist die grenzenlose Begeisterung anzusehen. Und das nicht zu knapp! Spaßgarantie eben!

Wer mehr darüber wissen will, hier ein paar Worte mit einigen speziellen regionalen (Bremer) Hinweisen.

Dienstag, 30. Juli 2013

Sitten sind Ansichtssache

Wer kennt ihn nicht, den Spruch "andere Länder andere Sitten". Klingt abgedroschen, aber ist manchmal doch mehr als angebracht.
 
Kentucky Fried Chicken, Juni 2010: Da sitzt man nichts ahnend am Tisch und genehmigt sich einen kleinen Crispy Chicken Burger, da ertönt ein Geräusch von der linken Seite als ob man eine Tonne Schleifpapier über leicht feuchten Asphalt ziehen würde... kleiner Kontrollblick und siehe da, die erschreckenden Laute kamen von einer der drei jungen nicht unattraktiven Damen am Nebentisch. Sie hat anscheinend Ihren Schnodder hochgezogen... Guten Appetit!!
 
Ein oder zwei Tage später steuerten drei ältere seriös wirkende Männer auf mich zu, tief in einem Gespräch vertieft. Das plötzliche Geräusch klang so ähnlich wie das von der Dame kurze Zeit vorher, mit dem Unterschied, dass das kleine, grün-gelbliche Etwas kurz darauf auf die Straße flog, ausgespuckt, da wir uns ja diesmal draußen befanden. Es war das normalste der Welt; anscheinend. Ich fand es widerlich.
 
Die Rede ist von China.
 
Anstatt z.B. im Flugzeug das Taschentuch zu benutzen wie wir, verwendete der hilfsbereite junge Chinese eher die Kotztüte als Sammelbehälter. Für schlechte Zeiten. Was allerdings für uns den totalen Ekel hervorruft, ist dort total normal. Früher war die Verwendung von Zellstoff in China gesellschaftlich sogar sehr fragwürdig.
 
Wie kann man bloß den Schnodder in ein Tuch prusten, welches das Zeug im selben Moment über die ganze Nase verteilt, wie es aussieht?! Das könnten die Chinesen sich fragen. Zu recht.
 
Andere Länder, andere Sitten! Eines der ehrwürdigsten Länder des Planeten hat halt seine eigene, nicht unlogische, Ansichtsweise von Hygiene und (Tisch)manieren. Es ist manchmal schwer nachzuvollziehen, aber unser Blick ist nicht immer der richtige/einzige!
 
Wie ein aktueller Werbespot gerade anmerkt, in manchen Ländern bedeutet Kopfschütteln "Ja" und Nicken ein "Nein". Oder Zunge rausstrecken deutet Interesse am Anderen an. In Regionen um das Himalaya wird eine Kate Moss als total ekelig angesehen (weil dünn). Da zählt nur der Umfang.
 
Die Liste der Beispiele ist ellenlang.
 
Aber das ist ja auch das tolle an den ganzen Kulturen. Die Variationen der Verhaltensweisen, Ansichten und auch Sprachen ist quasi unendlich. Internet und Co. können uns das heutzutage zumindest ansatzweise näherbringen. Das ist doch schön, oder etwa nicht?

Montag, 29. Juli 2013

England und umzu

OK, wenn ich das so formuliere, bekomme ich wohl Ärger mit Schotten, Iren und Co.! Da England aber das zentrale, bzw. größte Element von Großbritannien ist, nehme ich mir das mal so raus! Und da sind wir auch schon bei dem "Problem"! Was ist England eigentlich? Und von was ist es ein Teil? Was gehört noch alles dazu? Was ist der Unterschied zu Großbritannien und dem Vereinigten Königreich?
 
Die folgende Liste soll kurz und knapp vermitteln, wie die Inselgruppe im nordwestlichen Europa aufgeteilt ist, ausgehend von England:
 
England, das ist nur ein Land und zwar:
  • der große Batzen im Südosten der rechten, größeren britischen Insel, mit ca. 130.000 km2 Fläche, 53 Mio. Einwohnern und einem roten "plus" auf weißen Hintergrund als Flagge
 
Großbitannien, das ist die komplette rechte Insel mit den 3 Nationen:
  • England
  • Schottland, was nördlich von England liegt, 72.000 km2 groß ist, mit nur ca. 5 Mio. Einwohner und dem weißen Kreuz auf blauem Hintergrund als Flagge
  • Wales, dem Land was links an England "klebt", ca. 21.000 km2 groß ist und ca. 3 Mio. Einwohner hat. Die Flagge ist ein roter Drache auf weiß-grünem Hintergrund.

Vereinigtes Königreich nennt man den Verbund aus
  • Großbritannien und
  • Nordirland, dem rechten, oberen, 14.000 km2 großen Zipfel der linken britischen Insel, mit 1,7 Mio. Einwohnern und der inoffiziellen, England-ähnlichen Flagge mit der roten Hand und Krone.
 
Die Britischen Inseln sind das
  • Vereinigtes Königreich
  • plus der Republik Irland, dem größten der zwei Teile der linken, großen britischen Insel (Name: Irland) mit 70.000 km2 Fläche und 4,5 Mio Einwohnern, welcher die Farben grün, weiß und orange als National-Flagge hat,
  • und dazu noch den Hebriden, Orkney-, Shilly-, und Shetlandinseln, der Isle of Man sowie der Isle of Wight.
 
Einfach oder? Fazit: Es gibt zwei große Inseln (Großbritannien und Irland), mit insgesamt 5 Nationen und ein paar kleinen Inselgruppen drumherum.
 
Der "Union Jack" ist übrigens die Flagge für das Vereinigte Königreich, welches die englische und schottische Flagge vereint, sowie das irische St.-Patricks-Kreuz. Wales hat da leider keinen Anteil dran. Aber dann wäre die Fahne wohl auch ein bisschen überladen...
 
Für alle, die das alles gerne noch einmal in Kombination "Bildchen mit Ton" haben wollen, und auch a bissle Englisch sprechen, anbei ein sehr empfehlenswertes Video, welches die obigen Worte mehr als unterstützt! Es verliert auch ein paar Worte über Politik und den Commonwealth... Viel Spaß!

Sonntag, 28. Juli 2013

Life of Schwein

Heute kam die Frage auf, wie lange Schweine eigentlich leben. Irgendwie hatte keiner am Tisch die Antwort parat. Konsens war: Die werden doch eh alle getötet bevor sie dem natürlichenEnde entgegensehen. So gut wie jedes Schwein hat doch die Bestimmung, auf unseren Tellern zu landen. Leider kannten wir auch keine Hausschwein-Besitzer. Meine nicht ganz ernst gemeinte Frage war: Gibt es denn keine Test-Schweine, die man am Leben lässt mit dem einfachen Ziel, zu schauen, wie alt die suhlenden Klopse denn werden??

Tja, wie so oft in unser heutigen Zeit mussten Google und Wikipedia wieder in die Bresche springen und den Informationsjunkies (also uns) zeigen, was die Wahrheit ist. Schweine leben demnach um die 15 Jahre. Gut, hätte man sich auch denken können. Pferde werden bis zu 30, Hunde etwas über 10, also kann das bei anderen Säugern ja nicht so dramatisch  abweichen.

Es bleibt aber die Frage (vielleicht bin ich auch einfach nur so unwissend), was machen eigentlich Schweine, wenn sie mal keine Trüffel suchen oder Ihre Tage absitzen, bzw. "abwälzen", um den Menschen ihr Nahrungsangebot zu erweitern? 


Bei solch Gedankengängen kann ich langsam verstehen, warum Leute sich vegetarisch orientieren. Irgendwie ist das schon grausam sich eine Tierrasse zu halten, die dafür da ist, einem NOCH mehr Essen zu geben als man eh schon hat. 

Andererseits ist man es auch irgendwie gewöhnt und so hat jeder seinen Platz in dieser Welt. Der Mensch wird mancherorts doch auch von anderen Tieren verspeist. OK, langsam wird's wirr. Aber das passt ja nur zum heutigen Thema. Ach, unabhängig von der Schweine-Lebens-Frage wurde eine Stunde später gegrillt. Und zwar nicht nur Hähnchen. Aber da hatten wir die Frage von vorher schon wieder total ausgeblendet...

PS: WIR sind Europameister (Danke Fr. Angerer!)

***
Woche Nr.4: Check! Diesmal, trotz Mini-Post am Donnerstag, circa 8 Stunden mit dem Blog verbracht.  

Das Schöne ist, es kommt so langsam Routine in die ganze Sache. Essen, Trinken, Arbeit, nach Hause, Freunde, Bloggen, Sport, Schlafen... es herrscht auch kein "Themen-Findungs-Druck". Irgendwas geht immer.

Das Blöde ist: Langsam denke ich, die Zeit kann man auch anders nutzen. Obwohl ich keine freie Zeit abzwacke, sondern meist irgendwelche "Totzeiten" abpasse, sprich Phasen in denen ich auf irgendetwas oder irgendjemand warte; aber dennoch könnte man diese Zeit ja auch nutzen um etwas "Größeres" anzugehen, oder nicht?! Keine Ahnung; Buch schreiben oder so. Schauen wir mal, wo die Reise hingeht... Kommt vielleicht alles noch!

Samstag, 27. Juli 2013

Die größte Sucht von Allen


Nur ein paar. Eine kleine Handvoll. Na, ein oder zwei gehen noch. Noch ein mal reingreifen. Dann ist Schluss. OK, bevor ich mir die Hände wasche nehme ich noch eine Hand voll. Aah, Mist. Packung schon wieder alle.

Die Rede ist von Chips.

Genau. Heute gibt es ein Loblied auf die geilste Nascherei, bzw. Knabberei der Welt. Die kleinen Kartoffelsnacks in den bunten Tüten, die so toll knistern.

Kennt Ihr das? Diese Wut, wenn der Kassierer beim Supermarkt mit seiner Klo-Pfote auf die Tüte langt, und sie genau wie die 2 Liter Flasche Cola zuvor mit brachialer Gewalt über den Scanner zieht? Seht Ihr da auch schon die hunderte kleinen Köstlichkeiten innerlich zerbröseln? Geht gar nicht...

Kennt Ihr das? Das Verlangen, immer mehr von diesen verschrumpelten Kartoffel-Scheibchen mit der Hand aus der Tüte zu ziehen? Man fängt mit einer an, ganz dezent, und nach 5 Minuten ertappt man sich dabei, wie man sich die untere Tütenhälfte samt Krümel ganz unromantisch in den Mund stopft. Und noch bevor der Film anfängt, ist das Ding alle. Das Abendbrot kann dann aussetzen, der Energiewert von zwei Mahlzeiten ist soeben im Magen angekommen.

Was kann ich denn dafür, dass in die Standardtüte 175g reinpassen? Wenn man sie nur halb so groß macht, würde das auch ausreichen, oder nicht? Leider ist man hierzulande noch nicht so weit, kleinere (nicht überteuerte) Packungen anzubieten, was eventuell die Auswahl vergrößern würde ohne dass man sich 700g Chips einflößen müsste. Oder sogar was abgeben müsste... noch schlimmer...

Hier mal eine Auflistung der besten Sorten, die mir bisher so über den Weg gelaufen sind, und stark frequentiert in dem Einkaufskorb landen. Vielleicht kann sich ja jemand an die Sorten erinnern:
  • Oriental (Funny-frisch)
  • Thai Sweet Chili (Crunchips)
  • Sweet Chili (Kettle)
  • Honey Barbecue (Lays)
  • Western Style (Crunchips)
Nicht ganz traditionell, aber auch nicht sehr abgehoben, stelle ich gerade fest. Es gibt (leider) zig klasse Varianten. Arme Figur.

Nur in Italien und Spanien ist es meiner Meinung nach etwas dünn, was die Auswahl angeht.  Außer "Bolognese Originale" oder irgendwelchen Olivenöl-Varianten gibt es kaum mehr als "klassisch gesalzen", oder ein paar typische Lays-Varianten mit Hühnchen- oder eben Barbecue-Geschmack. Das gleiche in Teilen Südamerikas... Pollo, Pollo, Pollo, wo man nur hinschaut!

Wer so richtig viel Auswahl haben möchte, weiß wo er hinzugehen hat. Ins Ammi-Land. Das Foto da oben ist übrigens aus einem WalMart in Florida. Und es zeigt nur die eine Hälfte des Regals.

OK, es reicht. Ich muss einkaufen. Und es gibt nachher kein Gemüse. Soviel steht fest.

Freitag, 26. Juli 2013

Fallen ins Unendliche

- Warum fallen Satelliten eigentlich nicht runter? 
- Tun sie doch. Sie treffen nur nicht das Ziel.
- Und warum fliegen sie nicht weg?
- Daran ist die Schwerkraft schuld.



Satelliten kreisen um die Erde. Das tun sie, weil Raketen sie dorthin gebracht haben. Warum sie dort oben bleiben ist in wenigen Schritten erklärt.

Man stelle sich einen Menschen vor der einen Stein in der Hand hält. Lässt er ihn los, fällt das Teil runter. Grund ist die Schwerkraft. Jede Masse hat eine Schwerkraft, nur muss die Masse groß genug sein, damit man das auch merkt (ein McDonalds-Stammgast reicht nicht).

Wirft die Person den Stein, fliegt das Ding erst einmal weg, und landet dann mit einer kurvenähnlichen Flugbahn auf dem Boden, je nachdem wie dolle man den Stein weggeballert hat.

Nächste Stufe ist eine Pistole oder ein Gewehr. Mehrere hundert Meter kann man mit den größeren Geschützen überbrücken, bis die Kugel sich im Boden verewigt, falls kein Ziel vorher getroffen wurde.

Das die Erde rund ist, und man eigentlich schon ein bisschen "um die Ecke" geschossen hat, fällt auch hier kaum auf.

Nun stelle man sich vor, das Projektil (oder ein Satellit) wird auf 25.000 km/h beschleunigt, und zwar auch so lange, bis es die Atmosphäre verlassen hat (ca. bis auf 200 km Entfernung) und eine "parallele" Flugbahn zur Erdoberfläche hat. Dann passiert genau das gleiche wie mit dem Stein oder der Kugel:

  • Der Satellit fliegt von mir weg, nur dass er nicht langsamer wird. Es gibt ja keinen (oder nur super-wenig) Luftwiderstand der ihn daran hindert.
  • Der Satellit fällt auf die Erde, nur dass er so schnell ist, und so weit weg ist, dass er kontinuierlich an der Erde vorbei fällt. Die ist ja schließlich rund.


Auf verschiedenen Höhen der Kreisbahnen (Orbits) braucht man verschiedene Geschwindigkeiten. In Erdnähe (ca. 200 - 800 km) etwa 23.000 - 25.000 km/h, und bei 36.000 km Entfernung noch ca. 11.000 km/h. 

Die Unterschiede haben mit Energieerhaltung zu tun: Je weiter weg, desto langsamer. Das geht nicht anders und erklärt auch, warum die Satelliten in Erdnähe (hunderte Kilometer) regelrecht über die Erde hinweg fliegen, z.B. für Erd- und Wetterbeobachtung, und in weiterer Entfernung (genauer: 36.000 km) sich mit der Erde mit drehen, sprich über der Erde "schweben". Letztere sind für unser Fernsehprogramm zuständig. Da hat man ja keine Lust, jede Sekunde an der Antenne rumzudrehen.

Da die Erde und das Weltall nicht ganz "perfekt" sind, würden die Satelliten nicht auf ewig um die Erde fallen, sondern tatsächlich irgendwann einmal abdriften oder zurückkommen und verbrennen. Deswegen haben die Geräte z.B. kleine Triebwerke und Treibstoff an Bord um sie in Position zu halten und den Störungen (u.A. Schwerkraft, Rest-Atmosphäre, Solarstrahlung) entgegenzuwirken.

Ach, und wenn man die Raketen mit mehr als 40.000 km/h (am Äquator) und dem richtigen Winkel auf die Reise schickt, hauen sie ab. Diese Geschwindigkeit nennt man dann Fluchtgeschwindigkeit. Dann kann auch die Schwerkraft nichts mehr tun. Aber irgendwie müssen wir ja zu Mond und Mars kommen. Wäre ja sonst auch langweilig. Kostet halt etwas mehr Treibstoff.